Dies hat wahrscheinlich mehrere Gründe. Einer ist jedoch sicher die Art der Veranschaulichung. Als Denkanstoß hierzu soll das folgende, etwas längere Zitat eines Pädagogen aus dem 17. Jahrhundert dienen:
Johann Amos Comenius (1592 - 1670):
"Alles soll wo immer möglich den Sinnen vorgeführt werden, was sichtbar dem Gesicht, was hörbar dem Gehör, was riechbar dem Geruch, was schmeckbar dem Geschmack, was fühlbar dem Tastsinn. Und wenn etwas durch verschiedene Sinne aufgenommen werden kann, soll es den verschiedenen zugleich vorgesetzt werden.
Der Vernunft glauben wir nur, soweit sie durch Einzelanführung von Beispielen (deren Zuverlässigkeit sich mit den Sinnen erforschen läßt) Beweise gibt. Aber gegen die Erfahrung der eigenen Sinne fremdem Zeugnis zu glauben, dazu wird sich keiner überreden lassen. Daher ist eine Wissenschaft um so zuverlässiger, je mehr sie sich auf die Sinne stützt.
Wenn wir also den Schülern wahres und zuverlässiges Wissen von den Dingen einpflanzen wollen, so müssen wir wirklich alles durch eigene Anschauung (autopsia) und sinnliche Demonstration lehren.
Und weil die Sinne die treuesten Sachwalter des Gedächtnisses sind, so wird diese Veranschaulichung der Dinge bewirken, daß jeder das, was er weiß, auch behält."
aus: Große Didaktik: Die vollständige Kunst, alle Menschen alles zu lehren
© Comenius, Klett-Cotta Verlag, 2007
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